Panerai ist eines der jüngsten und gleichzeitig eines der ältesten Luxusuhrenhersteller der Welt. Aber wie funktioniert das? Die italienische Luxusuhrenmanufaktur, der Standort auch eine Besonderheit, schlägt seine Wurzeln im Jahre 1860. In Florenz eröffnete Ponte alle Grazie sein Uhrengeschäft und gleichzeitig die erste Uhrmacherschule der Stadt. Ab 1910 kam der Umschwung und Panerai fokussierte sich auf militärische höchst präzise Messinstrumente für die Marine. Auf Basis von Radium entwickelte Panerai 1916 die sogenannte patentierte Leuchtmasse Radiomir, damit Instrumente auch im dunkeln ablesbar waren. 1935 arbeitete die italienische Marine an einem streng geheimen Projekt: Ein Unterwasser-Kampffahrzeug. Zur Ausstattung der Fahrzeugführer benötigte die Marine eine Wasserdichte Armbanduhr für extreme Tiefen und so entstand eine Kooperation mit Rolex und deren Oystergehäuse. Rolex nutzte Panerai`s Technik für die Entwicklung der Submariner und Panerai fokussierte sich weiterhin auf Militär-Technologie. 1949 wurde Radiomir durch Panerai`s eigen entwickelte Leuchtmasse Radiomir ersetzt, die noch bis heute tiefe Verbindungen mit den Modellen hat. 1956 lies Panerai das Markenzeichen schlechthin patentieren: Der Kronenbügel zum Schutz der Krone vor Stößen an Unterwasserriffen, damit kein Wasser durch eine beschädigte Krone in das Werk eindringen konnte. In den 1960er Jahren entstand die Panerai Luminor, welches Design sich bis heute nicht geändert hat. Was wir dir bis jetzt noch nicht verraten haben: Panerai hat nie für Private-Endkunden Uhren gebaut. Erst 1993 wurde die Luminor, Luminor Marina & der Chronograph Mare Nostrum vorgestellt, die ersten frei verkäuflichen Panerai Uhren. Schon aufgrund des Designs ist Panerai aus der heutigen Luxusuhrenwelt nicht mehr wegzudenken: Das Kissenförmige Design und der Kronenbügel machen sie unverkennbar. Zu den beliebtesten Reihen gehören heute die Submersible, Marina, 1950, Luminor Due und Radiomir.